Julia Riegler bei einer Lesung in Haßfurt. Sie beschreibt die Lebenssituation des jungen Jamal in Syrien, wie sich dessen Leben verändert, als er aus Syrien übers Meer bis nach Deutschland flieht.
Julia Riegler bei einer Lesung in Haßfurt. Sie beschreibt die Lebenssituation des jungen Jamal in Syrien, wie sich dessen Leben verändert, als er aus Syrien übers Meer bis nach Deutschland flieht.

12.06.2017 - Asyl in Deutschland: Buchvorstellung beim Linken Bündnis Haßberge 

 

Haßfurt. Die unterfränkische Autorin Julia Riegler, von Frank Hertel, dem Wahlkreiskandidaten der Linken im Wahlkreis Bad Kissingen, in Haßfurt einem interessierten Publikum vorgestellt, las aus ihrem neuen Roman, der die Lebensgeschichte des Flüchtlings Jamal darstellt. Die Autorin stützt sich auf wahre Begebenheiten und sagt über ihr Buch: „Dieses Buch ist mit all dem geschrieben was ich bin, was ich habe und für was ich stehe. Dieses Buch ist meine Herzensangelegenheit.“

 

Sie beschreibt die Lebenssituation des jungen Jamal in Syrien, wie sich dessen Leben verändert, als er aus Syrien übers Meer bis nach Deutschland flieht. In Deutschland angekommen, begleitet die Autorin ihn auf seinem Weg durch die Bürokratie und beim Kampf, als Asylsuchender anerkannt zu werden. Sie schildert dabei aber auch alltägliche Ereignisse bei der Annäherung an den deutschen Alltag, an eine fragwürdige „Leitkultur“, wie sie von manchen eingefordert wird. Wir können erfahren, wie Probleme bewältigt werden und auch erfreuliche und mutmachende Reaktionen aus dem Umfeld der Flüchtlinge miterleben.

 

Der einfühlsame Vortrag der Autorin lässt die Zuhörer schnell erkennen, dass Julia Riegler sich Werte wie Nächstenliebe und Engagement zu eigen gemacht hat, wie sie später auch in der Diskussion über ihr Buch bekennt. Dabei kommt auch zur Sprache, dass nicht nur Jamal, die Hauptfigur des Romans, mit Anfeindungen der rechten Szene leben und sich verteidigen muss. Auch die Autorin musste sich wiederholt mit rassistischen Anfeindungen auseinandersetzen, aber brechen können sie diese nicht, im Gegenteil, dadurch werde sie in ihrem ambitionierten Vorhaben bestärkt, den Rechten nicht den öffentlichen Raum zu überlassen.

 

Der Appell von Frank Hertel, sich mit derartigen Strömungen und Parteien auseinanderzusetzen und rassistischen Äußerungen entgegenzutreten, fiel beim Publikum auf

fruchtbaren Boden. Nicht zuletzt die Diskussion um das Kirchenasyl in Haßfurt zeige, wie wichtig es sei, Zivilcourage zu zeigen und Werte, wie sie das Grundgesetz beinhalte, aktiv zu leben. In diesem Sinne waren sich die Zuhörer einig, dass die Würde des Menschen unteilbar sei und sich auf alle Menschen beziehe und nicht beim Flüchtling aufhöre.

 

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