Teilnehmer legten ein Blumengebinde vor dem Bild Karl Liebknechts nieder und mit einem stillen Gedenken endete die Veranstaltung, an der auch Vertreter des Linken Bündnis Haßberge teilnahmen.
Teilnehmer legten ein Blumengebinde vor dem Bild Karl Liebknechts nieder und mit einem stillen Gedenken endete die Veranstaltung, an der auch Vertreter des Linken Bündnis Haßberge teilnahmen.

05.02.2017 - Linkes Bündnis bei Ehrung Karl Liebknechts

 

Würzburg/Haßfurt. Wer sich an Karl Liebknecht erinnert, kennt ihn meist nur als unbeugsamen Kämpfer für Frieden im kaiserlichen Deutschland, an seine Ablehnung der Kriegskredite und an seine Ermordung durch Angehörige der Freikorps. Mit Rosa Luxemburg war er maßgeblich an der Gründung der KPD um die Jahreswende 1918/19 beteiligt.

 

Dadurch zogen beide den Hass ihrer Mörder im Offiziersrock und ihrer geistigen Anstifter im damaligen Regierungslager auf sich. Karl Liebknecht setzte seine Fähigkeiten mit Leidenschaft für die Erringung des Sozialismus ein und war dadurch ein kompromissloser Ankläger des deutschen Militarismus, der damals das gesamte öffentliche Leben des deutschen Volkes beherrschte.

 

So steht sein Name als Symbol des Kampfes für den Frieden gegen einen Feind, den er im eigenen Lande sah und gegen den er trotz gerichtlicher Verfolgung, Zuchthausstrafe und Morddrohungen seine Stimmer erhob.

 

All das mag den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung in den Sinn gekommen sein, als der Vertreter der DKP Nordbayern, Edgar Reusch und ein Vertreter der DKP Südthüringens an Karl Liebknechts Wirken für den Frieden gemeinsam mit Rosa Luxemburg erinnerten. Beide seien mit ihrem Kampf für Frieden und soziale Gerechtigkeit bis heute aktuell, aktuell in einer Zeit, in der zunehmend mehr Geld für Aufrüstung ausgegeben werde, in der der Ruf nach „mehr Verantwortung“ nichts weiter heißt, als nahezu überall auf der Welt im Sinne des deutschen Imperialismus militärisch eingreifen zu können.

 

Nicht nur die Würdigung des Kampfes für Frieden und sozialen Fortschritt war dem Redner ein Anliegen, sondern auch die besondere Verbindung zu Würzburg, hatte doch  Karl Liebknecht hier an der Würzburger Universität an der juristischen Fakultät um die Wende des letzten Jahrhunderts seine Doktorwürde mit der Note „magna cum laude“ erlangt. Anschließend legten die Teilnehmer ein Blumengebinde vor dem Bild Karl Liebknechts nieder und mit einem stillen Gedenken endete die Veranstaltung, an der auch einige Vertreter der Würzburger Linken und des Linken Bündnis Haßberge teilnahmen.

 

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